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Trash


Zettelwirtschaft

Die ausgeschnittene und geklebte Printmaterialwelt von Barbara Fuchs

Barbara Fuchs sammelt laufend Zeitungsausschnitte, Kommentare und Fotomaterialien.

Sie setzt diese in Dialog mit der unmittelbaren Umgebung indem sie sie vor Ort, oftmals nicht gleich ersichtlich, dazu klebt.

Headlines gebräuchlicher Printmedien nehmen so Kontakt auf mit der Umgebung die ihnen neu zugeteilt wird. Spielerische Sinnänderung durch Assoziation entsteht.


Postkarten: wetti-card

Ausschließlich mit der Schere Ausgeschnittenes wird mit Kleber zusammengeführt was nun zusammengehört, die Haptik spielt keine unerhebliche Rolle.
Barbara Fuchs nimmt das Format der Postkarte auf und entwickelte auf den Spuren von Hanna Höch, eine der wenigen Dadaistinnen, ihre wetti-card: Headlines gebräuchlicher Printmedien werden mit ebenfalls ausgeschnittenen Bildern kombiniert- spielerische Sinnänderungen durch Assoziationen entstehen.

wetti-card (PDF)


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„Die perfekte Welle“ Lampedusa

Auch bei dieser geklebten Schachtelarbeit finden sich Parallelen zu einer Kuriosität in der Kunst und Wunderkammer im Schloss Ambras. Es handelt sich dort um die Darstellung eines körperbehinderten Mannes. Nur mit einer Halskrause bekleidet, bäuchlings mit verkümmerten Beinchen die verschränkt zu sein scheinen, vor einem Kunstkammermöbel liegend. Ursprünglich verdeckte ihn ein Stück rotes Papier das an der Leinwand festgeklebt war, Fragmente sind heute noch sichtbar. Wer es genau wissen/sehen wollt konnte das Blatt anheben und „dahinter“ schauen.

Genau das ist bei „Die perfekte Welle“ ebenfalls möglich: Erst nachdem die grün-transparente Plastikabdeckung, versehen mit dem irgendwo ausgeschnittenen Text „Machen Sie es sich daheim richtig gemütlich!“, nach oben gehoben wird ist der Blick frei auf einen Zeitungsartikel mit der Headline „Fischer hatten Leichen in ihren Netzen“, Elias Bierdel berichtet in einem erschütternden Gespräch mit Judith Sam über die Flüchtlingssituation im Mittelmeer, Tiroler Tageszeitung 1. März 2014.

Die Innenseite des dazugehörenden Deckels ist ebenfalls beklebt und zeigt eine Collage aus gedruckten Wasserdarstellungen, aus einiger Entfernung betrachtet ist eine Welle sichtbar.


Yeti in Tirol


Big Brother


Argus 39 x 13 x 10 cm

Der vieläugige Riese und Hirte, bewacht die schöne in eine weiße Kuh verwandelte Io.
Seine Augen werden, nachdem Hermes ihn tötet, von Hera an die Pfauen vergeben.


Andachtsschrein: Memento mori
geschlossen 30 x 25 x 5 cm

Bezug nehmend auf das Tödlein im Ebenholzschrein des Paul Reichel (16. Jhd.) in der Kunst- und Wunderkammer auf Schloss Ambras bei Innsbruck entwickelte Barbara Fuchs mit dem Gedanken der Vanitas ihren Andachtsschrein. Er ist leicht tragbar und jederzeit sofort nutzbar: einfach aufklappen. Ist der Schrein geöffnet, befindet sich links ein Spiegel, in dem der Betrachter sich selbst sieht und zugleich die rechte Innenseite mit einem Bild eines Schädels, das in die Rückwand eingesteckt wird. Der Betrachter ist also direkt mit dem Tod konfrontiert und dadurch aufgefordert den Sinn des Lebens zu überdenken.
Insgesamt stehen drei verschiedene Fotos zur Verfügung, sie zeigen verschiedene Schädelabbildungen von Grabsteinen adeliger Stiftsdamen, eingelassen in die Südwand des früheren Friedhofes der Pfarrkirche in Hall in Tirol, der jetzt als Parkplatz genützt wird.
An der Spiegelseite ist eine kleine Uhr, die Stundenuhr, sie zeigt fünf vor zwölf, und darunter befindet sich eine Rose, die den Bezug zur Passion Christi herstellt.
Die feucht abwischbaren Außenseiten zeigen ebenfalls Rosen und eine Perlenkette, eine Gebetsschnur.
Vier Andachtskerzen in verschiedenen Duftnoten und Farben (weiß, gelb, orange und hellrot) vervollständigen den Andachtsschrein.

 


Kartendeck

Kartenspiel mit 36 Blatt (PDF)