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Der Weg ist das Ziel

Das Buchprojekt „Der Weg ist das Ziel
wurde begleitet von der Kunsthistorikerin Mag. Isabel Pedevilla:

“Die Künstlerin Barbara Fuchs arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien und ist unermüdlich im Erforschen neuer Kunstbereiche. Auch in ihrem aktuellen Projekt, beschreitet sie neue Wege und widmet sich der Buchbinderei. Dabei wechselt sie auch die Perspektive und agiert als Vermittlerin zwischen den fünfzehn KünstlerInnen*, die jeweils sechs grafische Arbeiten an sie gesendet haben. Die dabei angewandten Techniken erstrecken sich von Radierungen über Polymerdrucke, Holzschnitte, bis hin zu Tuschezeichnungen und tachistischen Pinselarbeiten in Acryl, welche die heterogenen Stile der einzelnen Kunstschaffenden erkennen lassen. Aus diesem Konglomerat an grafischen Arbeiten, gestaltete Barbara Fuchs 18 individuelle Bücher, bestehend aus je fünf Blättern der unterschiedlichen KünstlerInnen. Jeder der Künstler erhielt in Folge jeweils ein, von Barbara Fuchs selbst gebundenes Buch, in welchem sich die Handschriften der KünstlerInnen finden und in ihrer technischen Vielfalt beeindrucken.

Sich von seinen persönlichen Schöpfungen zu lösen fällt oft keinem leicht, aber in diesem Fall trennten sich die Mitwirkenden von ihren Werken mit dem Wissen, ein gebundenes Kunstwerk im Tausch für ihr kreatives Schaffen zu erhalten. Jedes Buch ist somit ein Unikat und trägt einen besonderen Inhalt in sich.

Das Ziel dieses Projektes ist nicht der Verkauf oder Gewinn, sondern der kreative Prozess der einen anderen Wert darstellt und den reinen ästhetischen Genuss in den Vordergrund stellt. Das Projekt Der Weg ist das Ziel inspiriert jeden einzelnen von uns sich über die Lust am Tun, die Freude am Schaffen aber auch die Anregung des Austausches und die Spannung des Vermischens und neu Zusammenführens bewusst zu werden.

Die Idee eines Non-Profit-Kunstprojektes ist Anstoß über Konventionen hinwegzusehen und über Wege, also Ziele unserer Gesellschaft zu reflektieren. Denn Neues und Inspirierendes kann auch ohne großen finanziellen Aufwand entstehen, wie uns Barbara Fuchs anschaulich vor Augen führt.”

*Anna Maria Achatz, Innsbruck / Peter Assmann, Linz / Karin Byrne, Innsbruck / Reinhold Drugowitsch, Hall i. T. / Manfred Egger, Hall i. T. / Maria Hallwirth, Wien / Lore Heuermann, Wien / Helga Hofer, Telfs / Thomas Homolka, Wien / Franz Klingspigl, Salzburg / Margit Krieger, Freilassing / Andrea Pernegr, Wien / Renate Polzer, Wien / Theresia Schweiger, Absam / Mischa Skorecz, Wien